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kurze geschichte der firma

Vor gut zwanzig Jahren habe ich mich in Bambus verliebt.

Ich beschloss, einige der besten Gespliessten zu bauen, die je ihre Leine über
scheue Forellen entfalteten, zu bauen. Damals war ich mir nicht darüber im Klaren,
welche Aufgabe ich mir gesetzt hatte, und dass dieses nur der Beginn eines
lebenslangen Lernprozesses sein würde. 

Ich begann die elementären Grundlagen des Rutenbaus zu erlernen, indem ich mit
verschiedenen Techniken experimentierte, um diejenigen auszumachen, die mir
natürlich lagen und mir das beste Resultat gaben.

Nachdem ich mir die Grundlagen eine strukturell gesunde Rute zu bauen angeeignet
hatte, begann ich Rutendesign zu studieren, indem ich mit allen möglichen
Belastungskurven experimentierte, um den Effekt verschiedener Änderungen in der
Belastungskurve und deren Effekt auf die Rutenaktion zu studieren. Vom Anfang
beschloss ich, keine einzige Rute zu kopieren, und mit Ausnahme einer Garrison 209E
baute ich ausschliesslich meine eigenen Taper.

I wollte meinen eigenen Weg finden, meinen eigenen Stil, und nicht die Werke
anderer Rutenbauer kopieren. Natürlich wurde ich durch die Ruten einiger guter
Rutenbauer inspiriert, aber anstatt diese Ruten nachzumessen und Kopien zu bauen,
versuchte ich die Aktionen dieser Ruten auf mathematischem und physikalischem Weg
neu zu Entwerfen. Dieses ist natürlich eine mühselige und zeitaufwendige Methode,
besonders am Anfang, aber mit den Jahren hat mir diese Methode ein tiefgehendes
Verständnis für Rutenaktionen und deren Berechnung gegeben, und seit einigen Jahren
fühle ich mich in allen Arten von Aktionen bei Ruten bis 9” wohlbewandert.

Obwohl meine Intensionen vom Anfang waren, mir nur einige gute Ruten für meine
eigene Fischerei zu bauen (gute Gespiesste sind teuer, besonders für einen armen
Studenten), wurde ich so von all diesem in den Bann gezogen, dass ich meine Studien
der klassischen Gitarre am Konservatorium abbrach, um mich nun ganz dem Studium
des Bambus, und den Fliegenruten daraus, zu widmen. 


Das Gerücht, dass dort irgendwo auf dem Lande bei Hobro ein junger Mann Gesplieste
baue, die gar nich so übel waren, breitete sich langsam, und Anfang der 80iger Jahre
hatte ich allmählich genug Bestellungen, um als voll professioneller Rutenbauer an-
zufangen. Mein Einkommen am Anfang war gerade ausreichend, um zu überleben, aber
das kümmerte mich damals wenig, ich war besessen vom Rutenbau, Rutendesign und
dem Testen meiner Ruten.

Diese periode leitete ein, was ich meine Jahre des Bambusgesprächs zu nennen pflege.

Je mehr ich Bambus kennenlernte, des mehr war ich von diesem phantastischen Material
beeindruckt, und während der vielen Stunden in der Werkstatt fingen der Bambus und
ich an, auf irgendeine telephatische Weise, zusammen zu reden. Ich erzählte dem
Bambus, was ich mir von ihm wünschte und warum, und der Bambus erzählte mir, was
er zu tun im Stande war, was ihm gefiel, und was ihm nicht gefiel.

Anfänglich waren diese Gespäche sehr umfangreich,-ich hatte so viel zu lernen!

Aber mit den Jahren wurde das Verhältnis zwischen dem Bambus und mir mehr wie das
Verhältnis zwischen einem alten Ehepaar, ein kleines Lächeln, ein Runzeln der Augen-
brauen ist ausreichend und der andere versteht.

Jetzt, nach dem ich mehr als 700 Gespliesste gebaut habe und 50 Jahre alt bin, sehe
ich mich selbst als einen reifen Meister meines Kunsthandwerks.